Transportation of the Future

Verkehrsforschung goes International

Viele Herausforderungen der Verkehrsforschung machen auch an nationalen Grenzen nicht Halt. Durch den internationalen Austausch und die gemeinsame Zusammenarbeit können diese deutlich besser bewältigt werden. Dieser Dialog findet sowohl auf der Ebene internationaler Projektkooperationen als auch auf dem Gebiet der finanzierenden Forschungsprogramme statt.

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Die Forschungsprogramme der europäischen Mitgliedsstaaten und der Europäischen Union sollten sich idealerweise ergänzen und die jeweils spezifischen Aufgabenstellungen adressieren. Eine Abstimmung und Kooperation mit den nationalen und regionalen Programmen der Mitgliedsstaaten gewinnt dabei zunehmend an Bedeutung.

Auf europäischer Ebene bieten sogenannte ERA-Netzwerke einen geeigneten Rahmen für die Zusammenarbeit von Ministerien und Agenturen. Sie verfolgen mehrere Ziele:

  • einen länderübergreifenden Wissensaustausch
  • die Koordination zwischen den Förderprogrammen
  • eine gemeinschaftliche transnationale Förderung von Forschung, die einen „europäischen Mehrwert“ erzeugt.

Era-net Transport

Wie kann durch übergreifende Forschungskooperation ein Nutzen für die Verkehrsentwicklung in Europa erzeugt werden? Welche Mehrwerte können durch Programmkooperationen zwischen europäischen Ländern, Regionen und der europäischen Kommission erzielt werden? Welche gemeinsamen innovativen Förderinitiativen sind vielversprechend? Welche neuen Wege von Wissensaustausch, Finanzierung und Koordination bringen uns weiter?

Im Rahmen von Era-net Transport (ENT) wird die europäische Zusammenarbeit nationaler Verkehrsforschungsprogramme aus 12 Ländern koordiniert. Ein wesentlicher Aspekt der Zusammenarbeit im Rahmen von ENT ist der gegenseitige Austausch zu den nationalen Forschungsprogrammen und die Veröffentlichung gemeinsamer transnationaler Förderinitiativen, um eine nachhaltige Verkehrs(r)evolution zu ermöglichen.

www.transport-era.net

Programmfakten

Förderung:

Seit 2004 in 3 Projektphasen

Gegenstand:

Service-Plattform

Kontakt:

Thilo Petri

Service-Plattform für nationale Forschungs- programme im Bereich Mobilität und Verkehr in Europa. Die Initiative zielt auf die Identifizierung und Durchführung von länderübergreifenden Forschungskooperationen.

Electromobility+

Im Bereich der Elektromobilität arbeiten seit dem Jahr 2010 die zuständigen Ministerien und Agenturen aus 11 europäischen Ländern im Rahmen des ERA-NET Plus Electromobility+ zusammen. Electromobility+ ist Teil der European Green Vehicle Initiative und bis heute die größte transnationale Förderinitiative im Bereich Verkehr. Von deutscher Seite beteiligen sich neben dem BMVI auch das BMWi. Die Experten des TÜV Rheinland koordinieren dieses Netzwerk.

Den Kern des ERA-NET Plus Electromobility+ bilden 18 transnationale Forschungsprojekte, die aus der gemeinsamen Ausschreibung im Jahr 2011 hervorgingen. Die Projekte lassen sich in drei wesentliche Themencluster einordnen:

  • Sozioökonomische Themen
  • Technologische Strategien
  • Forschung & Entwicklung

Die Forschungsprojekte werden mit insgesamt etwa 22 Mio. Euro gefördert. Zwei Drittel der Fördermittel stammen aus nationalen Budgets, das restliche Drittel stellt die EU-Kommission (DG Forschung) zur Verfügung. Aktuell ist die zweite Phase von Electromobility+ in Vorbereitung. Seit Anfang 2016 steht hierbei das Mainstreaming der Elektromobilität u.a. in urbanen Räumen im Fokus.

Durch das BMVI geförderte Projekte:

CACTUS Models and Methods for the Evaluation and the Optimal Application of Battery Charging and Switching Technologies for Electric Busses
DEFINE Development of an Evaluation Framework for the INtroduction of Electromobility
eMAP electromobility – scenario based Market potential, Assessment and Policy options
EVERSAFE Everyday Safety for Electric Vehicles
EV-STEP Sustainable Technical and Economic Pathways for Electrified Mobility Systems in EU27 by 2030
SCelecTRA Scenarios for the electrification of transports
SELECT Suitable ELEctromobility for Commercial Transport

www.electromobility-plus.eu

Programmfakten

Förderung:

2010-2015

Gegenstand:

Transnationale Förderinitiative im Bereich Verkehr

Kontakt:

Stefan Kuschel

Wir koordinieren das aus insgesamt 19 Partnern bestehende Konsortium und unterstützen die beteiligte europäische Förderorganisation bei der Umsetzung der Förderung der transnationalen Forschungsprojekte.

ERA-NET Plus Infravation

Verkehrsministerien in ganz Europa (und auch weltweit) stehen vor wachsenden Herausforderungen, um auf erhöhtes Verkehrsaufkommen, die Auswirkungen des Klimawandels sowie sich ändernde ökologische und gesellschaftliche Notwendigkeiten zu reagieren. Um dieser Aufgabe gerecht zu werden, sind Innovationen zur Entwicklung einer zeitgemäßen Straßenverkehrsinfrastruktur sowie grenzübergreifende Kooperationen unerlässlich.

Vor diesem Hintergrund haben sich 10 europäische Länder sowie die USA zusammengeschlossen, um transnationale Forschungsprojekte zur Verkehrsinfrastruktur zu unterstützen. Ziel dieser ERA-Net Plus-Initiative „Infravation“ (Infrastructure Innovation Programme) ist es, eine qualitativ hochwertige Infrastruktur und ein hohes Serviceniveau für Nutzer und Gesellschaft zu ermöglichen – und adäquate innovative Lösungen für neue und bestehende Infrastrukturen zu entwickeln. Auf deutscher Seite beteiligt sich das BMVI mit Fördermitteln an dieser Initiative.

Im März 2014 wurde ein Förderaufruf veröffentlicht, der sich insbesondere an länderübergreifende Forschungsgruppen aus den an Infravation beteiligten Staaten richtete. Die Förderinitiative bündelte insgesamt 9 Mio. Euro Fördermittel. Gesucht wurden Forschungsprojekte zu kostengünstigen innovativen Systemen, Materialien und Technologien im Straßenbau, zur Instandhaltung und Reparatur der Infrastruktur sowie zu deren Nachrüstung und Modernisierung.

Diese Forschungsprojekte wurden im Rahmen des Förderprogramms im April 2015 ausgewählt und werden aktuell durchgeführt:

  1. ALTERPAVE – USE OF END-OF-LIFE MATERIALS, WASTE AND ALTERNATIVE BINDERS AS USEFUL RAW MATERIALS FOR PAVEMENTS CONSTRUCTION AND REHABILITATION
  2. BIOREPAVATION – INNOVATION IN BIO-RECYCLING OF OLD ASPHALT PAVEMENTS
  3. ECLIPS – ENHANCING CONCRETE LIFE IN INFRASTRUCTURE THROUGH PHASE-CHANGE SYSTEMS
  4. FASSTBRIDGE – FAST AND EFFECTIVE – SOLUTION FOR STEEL BRIDGES LIFE- TIME EXTENSION
  5. HEALROAD – INDUCTION HEATING ASPHALT MIXES TO INCREASE ROAD DURABILITY AND REDUCE MAINTENANCE COSTS AND DISRUPTIONS
  6. SEACON – SUSTAINABLE CONCRETE USING SEAWATER, SALT-CONTAMINATED AGGREGATES, AND NON-CORROSIVE REINFORCEMENT
  7. SEEBRIDGE – AUTOMATED COMPILATION OF SEMANTICALLY RICH BIM MODELS OF BRIDGES
  8. SHAPE – PREDICTING STRENGTH CHANGES IN BRIDGES FROM FREQUENCY DATA SAFETY, HAZARD, AND POLY-HARMONIC EVALUATION
  9. SUREBRIDGE – SUSTAINABLE REFURBISHMENT OF EXISTING BRIDGES

www.infravation.net

Programmfakten

Förderung:

2014 bis 2018

Volumen:

9 Mio. €

Gegenstand:

Transnationale Förderinitiative (ERA-Net Plus) im Bereich der innovativen Verkehrs-
infrastruktur

Kontakt:

David Doerr

TÜV Rheinland stellt das „Call Secretariat“ dieser transnationalen Förderinitiative und spielt eine tragende Rolle als Mitglied in der sogenannten „Management Group“.

Förderinitiative STEPPING STONES

Wesentlicher Forschungsschwerpunkt der transnationalen Förderinitiative STEPPING STONES war eine Veränderung des Modal Splits – also die Verteilung auf verschiedene Verkehrsmittel –  sowie eine nachhaltige Gestaltung des Verkehrs, insbesondere in Städten. Ziel der im Frühjahr 2012 für internationale Konsortien veröffentlichten Ausschreibung war es, erfolgreiche Politikmaßnahmen und dabei erkennbare positive Veränderungen im Mobilitätsverhalten aufzudecken und hierdurch Wirkungszusammenhänge besser zu verstehen. Ministerien in Deutschland, den Niederlanden, Schweden, Polen und Großbritannien haben diesen gemeinsamen Forschungsgedanken aufgegriffen und mit einem Budget von insgesamt 800.000 Euro finanziert. Die Kosten für die vier deutschen Projektpartner in den drei international durchgeführten Studien wurden vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur übernommen.

In einem gutachterlichen Auswahlverfahren wurden folgende drei Projekte internationaler Konsortien mit insgesamt 13 Organisationen ausgewählt und beauftragt:

  • GPS: Guiding Principles for Sustainable Mobility / Navigating towards sustainable mobility and behaviour
  • SHAPE-IT: Shaping Sustainable Transport Patterns in European Cities
  • Step-by-Step: Learning from implementing behavioural changes in transport

Die STEPPING STONES Ergebnisse bieten lokalen und regionalen Gebietskörperschaften und verantwortlichen Akteuren Hilfestellungen und Empfehlungen, um das Mobilitätsverhalten der Menschen nachhaltiger zu beeinflussen. Die erfolgreichen Praxisbeispiele umfassen u. a. Projekte der nachhaltigen Stadtentwicklung, der Förderung des ÖPNV und des Radverkehrs sowie des Mobilitätsmanagements. Ein Fokus lag insbesondere auf den Fragen:  Wie können solche Maßnahmen im politischen Prozess eingebracht werden? Welche Faktoren und Voraussetzungen müssen geschaffen werden, damit die ausgewählten Maßnahmen erfolgreich und nachhaltig eingeführt werden können. Dazu wurden konkrete Vorgehensweisen und Handlungsempfehlungen abgeleitet.

Die Abschlussberichte der drei Projektkonsortien sowie ein gemeinsamer Bericht mit den wesentlichen Ergebnissen und Empfehlungen sind abrufbar unter:
www.transport-era.net/results/virtuele-map/stepping-stones/project-details/results

Programmfakten

Förderung:

2013 – 2014

Volumen:

0,8 Mio. €

Gegenstand:

Studien zur Beeinflussung der Verkehrsmittelwahl

Kontakt:

Ludgera Klinge-Habermann

Unterstützung in der nationalen Vorauswahl der Projektanträge und im internationalen Bewertungsverfahren. Inhaltliche Begleitung der drei ausgewählten internationalen Forschungskonsortien (aus den Ländern Deutschland, Niederlande, Schweden und Polen).

Förderinitiative Future Travelling

Wie werden Menschen auf ihren intermodal (mit unterschiedlichen Verkehrsmitteln) durchgeführten Reisen besser informiert und gezielt begleitet? Was muss getan werden, damit umweltfreundliche und energiesparende Verkehrsmittel besser genutzt werden? Wie sind verbesserte Routenempfehlungen auch für Fußgänger möglich?

An der internationalen Forschungsinitiative „Future Travelling“ beteiligen sich mehr als zehn europäische Länder und Regionen mit Fördermitteln in Höhe von über 10 Mio. Euro. Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur unterstützt dabei maßgeblich den Themenbereich „Traveller of the Future“ dieser Initiative.

Der Forschungsschwerpunkt liegt auf modernen Informations- und Kommunikationstechnologien, die Verkehrsteilnehmer in immer komplexeren Umgebungen bei ihren Entscheidungen und Handlungen unterstützen, z. B. im Hinblick auf die Verkehrsmittelwahl, oder die Buchung von Tickets. Durch zielgerichtete Informationen und einfach zu handhabende mobile Dienste sollen Verkehrsteilnehmer davon überzeugt werden, verstärkt umweltfreundlichere und energiesparsamere Verkehrsmittel zu nutzen.

Im Frühjahr 2014 erfolgte ein transnationales Auswahlverfahren mit allen beteiligten Ländern zu den insgesamt 19 für das Thema „Traveller of the Future“ eingereichten Projektanträgen. Dabei wurden u.a. diese drei Vorhaben, bei denen deutsche Partner involviert sind, ausgewählt und als nationale Projektbegleitung bewilligt:

 

aim4it – Accessible and inclusive mobility for all with individual travel assistance
Das Verbundprojekt mit insgesamt elf Partnern aus Deutschland, Österreich und Polen dient der Entwicklung von Reiseassistenz-Maßnahmen im Hinblick auf Barrierefreiheit öffentlicher Verkehrssysteme.

http://loewenstadt.braunschweig.de/dlr_aim4it/

http://www.dlr.de/ts/desktopdefault.aspx/tabid-10202/17402_read-41787/

 

Guide2Wear – Public transport services with wearable devices for different mobility types
Guide2Wear mit sieben Projektpartnern aus Deutschland, Österreich, Schweden, Belgien und Spanien analysiert das Potenzial von „Wearable Devices“ (z.B. Smart-Watch, Datenbrille) zur Informationsunterstützung und Routennavigation bei intermodalen Reisen.

http://www.guide2wear.eu/

http://www.ivi.fraunhofer.de/de/projekte_produkte/projekte/forschungsgebiet_2/guide2wear.html

http://www.guide2wear.innoz.de/

 

PERRON – Enhanced Pedestrian Routing and Navigation as well as Walkability Assessment of Pedestrian Ways
Die insgesamt vier Projektpartner aus Deutschland, Österreich und Weißrussland widmen sich in ihrer Forschungsarbeit der Verbesserung der Routensuche sowie gezielten Routenempfehlungen für den Fußgängerverkehr.

http://www.ifak.eu/projekt/perron-fu%C3%9Fg%C3%A4ngerrouting-und-fu%C3%9Fg%C3%A4ngernavigation-sowie-qualit%C3%A4tsbewertung-von-fu%C3%9Fwegen

 

Programmfakten

Förderung:

2014 – 2017

Volumen:

Insgesamt 10 Mio €

Gegenstand:

Internationale Forschung zur gezielten Unterstützung von Verkehrsteilnehmern, z.B. hinsichtlich ihrer Verkehrsmittelwahl oder Buchung von Tickets, mit Hilfe von modernen Informations- und Kommunikations-technologien

Kontakt:

Ludgera Klinge-Habermann

Unterstützung im nationalen und internationalen Abstimmungs-/Konsensus-Prozess mit allen beteiligten Förderländern. Im Ergebnis wurden u.a. drei Vorhaben mit Beteiligung von deutschen Projektpartnern ausgewählt und bewilligt. Aktuell erfolgt eine kontinuierliche administrative und fachliche Begleitung der Projekte aim4it, Guide2Wear und PERRON.


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